Emsbüren will miteinander vorangehen

„Emsbüren. Miteinander voran.“ Die Ergebnisse der Imageanalyse präsentierten v.l. Marina Blakemore, Bernhard Overberg, Mareike Knue und Torsten Eilinghoff. Foto: Anne Bremenkamp
Wäre die Gemeinde Emsbüren eine Schülerin, so stände auf ihrem von Bürgern ausgestellten Zeugnis im Fach „Ansehen und Persönlichkeitsbild“ eine glatte Zwei. So lautet das Ergebnis der von der Gemeindeverwaltung initiierten Imageanalyse unter dem Motto „Emsbüren. Miteinander voran.“ Zur Erstellung eines passgenauen strategischen Marketingkonzeptes zur sinnigen Weiterentwicklung der Gemeinde.

„Mit dem heutigen Tag ist nicht alles vorbei, jetzt geht es im gemeinsamen Dialog für Emsbüren erst richtig los!“, betonte Bürgermeister Bernhard Overberg bei der Abschlussveranstaltung der Imageanalyse vor gut 80 Interessierten im Rathaus. Im Januar 2018 war die Analyse zur aktuellen Wahrnehmung der rund 10.000-Einwohner-Gemeinde Emsbüren in Kooperation mit der Agentur Eilinghoff + Team aus Rheine mit einer Auftaktveranstaltung und einer mit Gesprächen verbundenen Begehung aller acht Ortsteile offiziell gestartet.

573 Personen befragt

Noch bis in den Mai hinein nahmen in verschiedenen direkten und digitalen Umfrageaktionen 573 Personen quer durch alle Generationen aus Bevölkerung, Vereinen und Unternehmen an der Analyse teil. „Eine sehr gute Resonanz, die gewonnenen Daten sind repräsentativ“, unterstrich Marina Blakemore von der Stabsstelle des Bürgermeisters, welche die Ergebnisse gemeinsam mit ihrem Team ausgewertet hatte und jetzt vorstellte: „84 Prozent aller frei Befragten sagten, dass Emsbüren ein positives Image hat“, ging Marina Blakemore ins Detail.

Pluspunkt Gemeinschaft

Am Beispiel des Punktes „Wohnen und Leben“ seien insbesondere die Gemeinschaft, das ländliche Wohnen, die Grundversorgung wie auch die zentrale Lage positiv wahrgenommen worden, ausbaufähig seien hingegen allen voran die Bahnunterführung, aber auch der ÖPNV, der Straßenbau sowie das Bauplatzangebot vor allem in den Ortsteilen. Entsprechende Resultate erzielten auch die in den Blick genommenen Bereiche „Kultur und Freizeit“ sowie „Wirtschaft und Arbeit“.

Handlungsempfehlungen sprachen zum Abschluss Mareike Knue und Torsten Eilinghoff der Agentur Eilinghoff + Team aus. Dafür zogen sie zunächst folgendes Fazit: Emsbüren sei eine Gemeinde mit sehr aktiven und engagierten Bürgern, für die das Alltagsleben mit hoher Lebensqualität und guter Gemeinschaft ausschlaggebend sei, hier zu leben. Vereinsleben und Ehrenamt seien die wichtigsten Elemente ihrer Freizeit. Emsbürener hielten ihren Wohnort für sehr stark, sähen jedoch in Hinblick auf Verlust von Arbeitskräften und Leerständen im Einzelhandel Verbesserungsbedarf als Arbeitsort.

Emsbüren als Marke weiterentwickeln

Die Empfehlungen der Agentur: Innovative Konzepte entwickeln, Stärken stärken statt Schwächen ausgleichen, Vorhandenes vermarkten statt Neues schaffen, Emsbüren unter den Stichworten „Vielfalt und Identifikation“ strategisch als Marke weiterentwickeln, eine finanzielle Entlastung bzw. Anerkennung für Engagierte einrichten und eine Koordination „Ehrenamt“ in der Verwaltung etablieren. Dies alles mit dem einen Ziel, Emsbürener als stolze Botschafter all ihrer individuellen und liebenswerten Ortsteile zu gewinnen.

Bild: „Emsbüren. Miteinander voran.“ Die Ergebnisse der Imageanalyse präsentierten v.l. Marina Blakemore, Bernhard Overberg, Mareike Knue und Torsten Eilinghoff. Foto: Anne Bremenkamp