Was sie in die Hand nimmt, das "sitzt" - LT vom 18.01.2010
Christina Hachmer beste Herrenschneidergesellin
Was Christina Hachmer aus Emsbüren in die Hand nimmt, das „sitzt" – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Für die 24-jährige junge Frau war es ein stolzer Moment, als beste Herrenschneidergesellin in Deutschland im Rahmen eines Festaktes in Halle an der Saale ausgezeichnet zu werden. Das Gesellenstück der 24-jährigen Emsbürenerin, ein maßgeschneidertes Herrensakko, fand schon auf Innungs-, Kammer- und Landesebene viel Beachtung. Beim bundesweiten Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks konnte die Gesellin aus dem Emsland die höchste Bewertung in ihrem Ausbildungsberuf erringen. Dieses wurde unter anderem von Otto Kenzier, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks (ZDH), sowie von Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, ausdrücklich gewürdigt. Nach dem Abitur am Gymnasium Georgianum in Lingen studierte Christina Hachmer zunächst Kunstgeschichte und entschied sich dann für eine praktische Ausbildung als Herrenschneiderin. Das Interesse für diesen Beruf wurde übrigens während eines Praktikums bei Schneidermeisterin Irmgard Arns, zugleich auch Obermeisterin des Schneiderhandwerks in der Kreishandwerkerschaft Lingen, geweckt. Die Ausbildung absolvierte Frau Hachmer im Betrieb „Made bei Roland Thießen und Gela Hildebrand" in Frankfurt. Das mittelständische Unternehmen hat sich auf individuell maßgeschneiderte hochwertige Herrenanzüge spezialisiert.
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